Hirntumor-Informationstag 2018


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Hirntumor-Informationstag 2018

WortWirrWarr

Leben mit der Diagnose Hirntumor

„Mein Name ist Marcel, ich bin 24 Jahre alt, arbeite als Zerspanungs-mechaniker und lebe mit meiner Freundin Nadine zusammen.

 

Ach ja, und ich habe einen Hirntumor.“

Mit diesen Worten beginnt Marcels Rückschau auf jene Monate, die sein Leben buchstäblich auf den Kopf gestellt haben. Zunächst verfasst, um in einer aufwühlenden Zeit die eigenen Gedanken und Erlebnisse zu sortieren, ist aus den Protokollen inzwischen ein ganzes Buch entstanden. Die Deutsche Hirntumorhilfe durfte einige Auszüge veröffentlichen:

Erfahrungsbericht-Autor Marcel

"Februar 2016. Verdammt, nicht schon wieder. Mir wird ganz komisch, ich kann dem Gespräch mit meinem Arbeitskollegen nicht mehr folgen, nicke nur noch geistesabwesend. Das Geräusch der zerspanenden Fräsmaschinen geht unter. Ich will meinem Kollegen auf seine Frage antworten … die Wörter, die meinen Mund verlassen, sind nur wirres Geplapper. Über meine rechte Wange marschieren zehntausend Ameisen. Hoffentlich hat er es nicht bemerkt. Ich lasse ihn einfach stehen, gehe nach draußen, atme durch und probiere, normal zu reden. Es geht nicht … Das ist jetzt schon das achte Mal seit Oktober letzten Jahres. Bisher hab ich mir dabei nie was gedacht, war ja nach ein, zwei Minuten immer vorbei. Ruhig, Marcel, langsam, dein Hirn überschlägt sich."


 […]


"Schon fuhr die Liege aus dem Computertomografen. Das Gestell, das meinen Kopf in Stellung hielt, wurde abgenommen, die Nadel aus der Vene gezogen und der Einstich versorgt. Die Schwester bat mich, wieder im Wartebereich Platz zu nehmen […]. Diesmal schien die Uhr rückwärts zu laufen. Die Zeitschriften auf dem Tisch kannte ich schon bald auswendig. Ich sah zig Leute kommen und gehen. Hatten die mich vergessen?"


[…]


"Der Arzt deutete auf zwei Stühle. Wir nahmen vor den Bildschirmen Platz. 'Herr Landthaler, da ist etwas in Ihrem Kopf, das da nicht hingehört', sagte er und deutete auf die Aufnahmen am Bildschirm. Schockiert starrte ich auf den Schirm. Ich verglich die rechte mit der linken Hirnhälfte. Konnte aber überhaupt nichts Auffälliges erkennen. Der Arzt sah meine Ratlosigkeit und deutete auf die linke Hirnhälfte. 'Sehen Sie den weißen Fleck dort?' 'Ja', sagte ich mit leiser Stimme. 'Das ist nicht gut und gehört da eigentlich nicht hin.' 'Was ist das?' 'Naja, das könnte vieles sein. Eine Schwellung, eine Narbe von einem Sturz oder – ein Hirntumor. Ich kann Ihnen das nicht genau sagen. Sie müssen sich mit einem Neurologen unterhalten, der kann Ihre Fragen beantworten.' Wie in Trance bedankte ich mich bei dem Arzt und verabschiedete mich. Ich verließ das Krankenhaus und zündete mir eine Zigarette an. Qualmend überlegte ich, was ich nun machen sollte."

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