Oligodendrogliom

Die Oligodendrogliome gehören zur Gruppe der Gliome, wachsen diffus infiltrierend und kommen in unterschiedlichen WHO-Graden vor. Ihre Zellen ähneln unter dem Mikroskop den Oligodendrozyten, einer bestimmten Sorte von Stützzellen, welche Markscheiden bilden.

Aktuelles aus dem Oligodendrogliom Forum

 

Aktuelle Beiträge zum Thema Oligodendrogliom

Antw.
Dosierung Weihrauch3
Oligodendrogliom WHO 38
Ich vermisse Teilnehmerin Alma43
Meine Geschichte begann im Juni 20100
Nebenwirkungen Levetiarcetam21

Histologie der Oligodendrogliome

  • langsam wachsendes Oligodendrogliom vom WHO-Grad II
  • anaplastisches Oligodendrogliom vom WHO-Grad III

 

Epidemiologie der Oligodendrogliome

  • gehäuftes Auftreten des Hirntumors zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr
  • Vorkommen im Kindesalter um das 10. Lebensjahr
  • Männer sind etwas häufiger betroffen

 

Symptome der Oligodendrogliome

  • initial hauptsächlich epileptische Anfälle
  • Hirndruckzeichen (Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen)
  • seltener neurologische Defizite und Psychosyndrome
  • mit zunehmendem Wachstum lokal bedingte Herdsymptome

 

Diagnose der Oligodendrogliome

  • Diagnose mittels MRT und CT
  • zur feindiagnostischen Bestimmung ggf. Biopsie
  • im CT häufig Verkalkungen zu erkennen
  • heterogene Kontrastmittelaufnahme
  • auch beim WHO-II mitunter schwach Kontrastmittel aufnehmend
  • diffuse Infiltrierung des umliegenden Gewebes
  • häufig Einblutungen
  • Hauptlokalisation: Stirn-, Scheitel- und Schläfenlappen des Großhirns, typischerweise oberflächlich unter Einbeziehung des Kortex

 

Therapie der Oligodendrogliome

  • größtmögliche operative Entfernung des Hirntumors
  • stereotaktische Serienbiopsie bei eloquenter oder diffuser Tumorlokalisation
  • Strahlentherapie bei progredienten und anaplastischen Tumoren
  • Chemotherapie bei progredienten und anaplastischen Tumoren
  • insbesondere die Chemotherapie wird auch bei Grad-II-Tumoren diskutiert

 

Rezidiv-Therapie der Oligodendrogliome

  • Re-Operation des Hirntumors
  • (Re-)Strahlentherapie, ggf. stereotaktische Bestrahlung
  • Chemotherapie mit unterschiedlichen Therapeutika
  • experimentelle Therapieverfahren

 

Nachsorge der Oligodendrogliome

  • erste Nachuntersuchung 6 Wochen nach Therapieende (MRT mit Kontrastmittel)
  • beim WHO-II erst alle 3, bei konstantem Befund alle 6 bis 12 Monate
  • beim WHO-III alle 3 Monate (MRT mit Kontrastmittel)

 

Verlauf der Oligodendrogliome

  • Wachstumsgeschwindigkeit des Hirntumors abhängig vom WHO-Grad
  • häufige Rezidivrate
  • mögliche Entwicklung vom WHO-Grad II zum WHO-Grad III



Prognose der Oligodendrogliome

  • allgemein günstigere Prognose als Astrozytome des selben WHO-Grades
  • positive prognostische Faktoren sind ein niedriger WHO-Grad, bestimmte molekulargenetische Kennzeichen, frontale Lokalisation

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